Aktualisierung Wasserampel:
01.07.2026
wasserampel
Aktueller Status für
01.07.2026
Der Stand der Wasserampel resultiert daraus, dass die Regenmassen zwischen 2-3 Monaten benötigen, um als Grundwasser, welches die Quellen speist, zur Verfügung zu stehen.
Durch die Quellschüttungen steht uns Trinkwasser zur Verfügung.
GRÜNE PHASE Der aktuelle Trinkwasserverbrauch des Marktes Goldbach ist moderat, es bestehen keine Einschränkungen bei der Entnahme.
Es sollte allgemein auf einen sorgsamen Umgang im Wasserverbrauch geachtet werden. Wenn die Temperaturen ansteigen und es längere niederschlagsfreie Perioden gibt, sollte der Verbrauch dementsprechend reduziert werden.
Behalten Sie den Status der Wasserampel im Blick.
GELBE PHASE Der aktuelle Trinkwasserverbrauch des Marktes Goldbach liegt auf hohem Niveau.
Alle Verbraucherinnen und Verbraucher werden zu einem sparsamen Umgang aufgefordert.
Folgendes ist zu beachten:
Achten Sie weiterhin auf den Status der Wasserampel.
ROTE PHASE Der aktuelle Trinkwasserverbrauch des Marktes Goldbach erreicht Höchstwerte.
Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung, der Bereithaltung von Löschwasserreserven sowie zur Vermeidung eines Trinkwassernotstandes wird zur sofortigen Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs aufgerufen!
Wir appellieren:
Hinweis: Gewerbe ist von dieser Regelung ausgenommen.
Der ZWA gewinnt das Rohwasser zu 96% aus Quellen (41 Stück) und lediglich zu 4% aus Brunnen (4 Stück). Dies ist auf die geologische Situation im Spessart zurückzuführen. Mit dem Buntsandstein wird das Rohwasser aus einem Kluftgrundwasserleiter gewonnen. Dieser ist durch eine geringe Ergiebigkeit charakterisiert, d.h. es können keine großen Wassermengen pro Quelle zur Trinkwassergewinnung genutzt werden. Darüber hinaus besteht eine direkte Abhängigkeit der Quellschüttungen vom Niederschlag.
In der Regel verweilt der Niederschlag ca. 50 Tage im Untergrund, ehe er als ansteigende Quellschüttung gemessen werden kann. Relevant für die Grundwasserneubildung ist der Niederschlag, der in der vegetationsfreien/-armen Zeit fällt, also in den Monaten Oktober bis März. Der typische Niederschlag im Sommer trägt nur gering bis gar nicht zur Grundwasserneubildung bei, da dieser vermehrt durch Starkregenereignisse charakterisiert ist und im Wesentlichen oberflächlich abgeführt bzw. von der Vegetation aufgenommen wird.
Das Jahr 2025 war charakterisiert durch ein kontinuierliches Nachlassen der Quellschüttungen bis zum Ende des Jahres. Erst mit dem Einsetzen der Niederschläge November bis Dezember 2025 war mit Beginn des Jahres 2026 ein Anstieg in der Quellschüttung messbar.
Die Parameter, welche die Ampelphasen beeinflussen, sind der Wasserverbrauch in den Mitgliedsgemeinden und das Wasserdargebot.
Das Wasserdargebot setzt sich zusammen aus der Eigenförderung des ZWA (im Wesentlichen Quellschüttung) sowie der Möglichkeit Fremdwasser über die AVG zu fördern. Ein Wasserdefizit zwischen hohem Wasserverbrauch und der Eigenförderung des ZWA kann in der Regel durch einen vertraglich abgesicherten Fremdwasserbezug gedeckt werden. Dementsprechend sind die Ampelphasen aufgrund der Messwerte der letzten 15 Jahre (2009-2024) wie folgt definiert:
Zur Deckung des mittleren Tagesbedarfes (Qdm = 5.075 m³/Tag) benötigt der ZWA eine Quellschüttung von rd. 58,74 l/s. Die Ampelphasen richten sich jedoch nach dem maximalen Tagesbedarf (Qdmax), welcher starken saisonalen Schwankungen unterworfen ist. Qdmax wird aus dem Mittelwert der letzten 15 Jahre gebildet und variiert:
Im Rahmen der ersten Hitzewelle 2026 ergab sich über eine Dauer von 10 Tagen ein maximaler Wasserverbrauch, der über mehrere Tage außergewöhnlich hoch lag. Der Wasserbedarf ist um bis zu 1.200 m3/Tag gestiegen.
Dieser Anstieg entspricht dem normalen Tagesbedarf einer Mitgliedsgemeinde in der Größe von Goldbach.
Da ein Ausgleich des entstehenden Defizites zwischen Eigenförderung durch Quellschüttungen und dem Wasserverbrauch durch Fremdwasserbezug zu dieser Zeit ausgeschlossen war, wurde in die Ampelphase ROT gewechselt.
Der ZWA gewinnt sein Wasser zu 96% aus Quellen und lediglich zu 4% aus Brunnen, d.h. es besteht eine hohe Abhängigkeit in Bezug auf die aktuelle Quellschüttung. Zur Deckung des mittleren Tagesbedarfes (Qdm = 5.075 m³/d) benötigt der ZWA eine Quellschüttung von rd. 58,72 l/s. Die Deckung des mittleren Tagesbedarfes konnte seit Aufzeichnungsbeginn (2005) durch Eigenförderung des ZWA immer gewährleistet werden.
Die Ampelphasen richten sich jedoch nach dem maximalen Tagesbedarf (Qdmax) welcher starken saisonalen Schwankungen unterworfen ist. Qdmax wird aus dem Mittelwert der letzten 15 Jahre gebildet und variiert:
Zur Beurteilung der Ampelphasen haben wir die saisonalen Werte Qdmax halbjährlich zusammengefasst, so ist in den Monaten Oktober bis März eine Quellschüttung von 68,45 l/s erforderlich um in die Ampelphase grün zu wechseln, bzw. in den Monaten April bis September 80,02 l/s.
Ampelphasen:
Maßgebend für die Quellschüttung ist immer die Niederschlagsmenge und hier vor allem der Niederschlag, der in den vegetationsfreien Monaten fällt und für die Grundwasserneubildung maßgebend ist, die Monate Oktober bis März. In der Regel verweilt der Niederschlag 40 bis 50 Tage im Untergrund, ehe er als ansteigende Quellschüttung gemessen werden kann.