Markt Goldbach – Eine bürger- und gewerbefreundliche Kommune

Goldbach liegt mit einer Fläche von rd. 11 km² in einer sehr reizvolle
Landschaft zwischen dem westlichen Fuße des Spessarts und dem Maintal.

Es vereint sowohl ländlichen Charme und mit seiner direkten Nachbarschaft zum Oberzentrum Aschaffenburg (rd. 70.000 Einwohner) sowie seiner Randlage in der Metropolregion Rhein-Main die Infrastruktur einer wirtschaftlich starken Region.

Die gute verkehrliche Anbindung über die B 26, die A 3 und den ÖPNV dienen unseren knapp 10.000 Einwohnern als Verbindung sowohl in die näheren Umgebung, als auch über den nahen Flughafen in die ganze Welt.
Gleichzeitig finden über diese Wege viele Gäste nach Goldbach, das sich in der jüngeren Vergangenheit als starker Handelsstandort entwickelt hat.

Eine vorausschauende Politik, erhebliche Investitionen, die Pflege der Natur und Kultur sowie die Anpassung der sozialen Strukturen an den gesellschaftlichen Wandel haben die Attraktivität des Ortes noch weiter gesteigert, was sich in den vielen Zuzügen und Anfragen zeigt.

Mit all den Rahmenbedingungen bleibt Goldbach ein Ort mit Zukunftsperspektive in der Region Bayerischer Untermain, die zu einer der beliebtesten Regionen Deutschlands zählt.

001 - DSC_6946Ortsschild Goldbach

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Geschichte3

Aufgrund von Gräberfunden ist belegt, dass in dem Gebiet des heutigen Marktes Goldbach bereits in der Jungsteinzeit unsere ersten sesshaften Vorfahren lebten.

1218 wurde Goldbach erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt, so dass im Jahr 2018 das 800-jährige Ortsjubiläum gefeiert wird.

Nachdem die Machtkämpfe zwischen den fränkischen Herrschern und den Mainzer Erzbischöfen zugunsten des Erzbistums Mainz entschieden waren, fiel auch Goldbach endgültig in den Herrschaftsbereich der Mainzer Erzbischöfe.

Mit der Auflösung des Kurfürstentums Mainz 1803 wechselte Goldbach zunächst zum Fürstentum Aschaffenburg und 1810 zum Departement Aschaffenburg im Großherzogtum Frankfurt. 1814 wurde Goldbach gemäß Pariser Vertrag vom 03.06.1814 zusammen mit dem Gebiet des ehemaligen Fürstentums Aschaffenburg dem Königreich Bayern einverleibt.
Die vorausgegangenen Kriegswirren hatten Goldbach mit seinen in 1812 registrierten 892 Einwohnern schwer getroffen. Hinzu kamen von durchziehenden Truppen übertragene Krankheiten, die vielen Bürgern das Leben kosteten.

Dennoch wuchs die Bevölkerung rasch weiter an. 1840, bei der ersten staatlichen Einwohnerzählung, hatte Goldbach 1.201 Einwohner, im Jahr 1900 bereits 2.009. Diese Zahl hatte sich bis 1939 bereits mit 4.190 Einwohner mehr als verdoppelt. 20 Jahre später lebten schon wieder 2.000 Bürgerinnen und Bürger mehr in der Gemeinde.

1971 wurde die Gemeinde Unterafferbach als einziger Ortsteil mit 610 Einwohnern eingemeindet. 1994 überstieg die Einwohnerzahl erstmals die 10.000er-Grenze, um 1996 mit 10.280 Einwohnern den Höchststand zu erreichen.

Dem Trend der allgemein fallenden Geburtenzahlen konnte sich auch Goldbach nicht entziehen. So ist die Einwohnerzahl zunächst kontinuierlich auf einen Tiefststand von 9.715 zum 31.12.2009 gesunken.
Durch familienpolitische Maßnahmen konnten die Geburtenzahlen inzwischen stabilisiert und durch die weitere Steigerung der Attraktivität Goldbachs der Zuzug erhöht werden, so dass am 31.12.2015 bereits wieder 9.991 Einwohner zu verzeichnen waren.


Geschichte1

Goldbach war nach den Kriegswirren und zwei Hungersjahren 1818 hoch verschuldet. Doch trotz oder vielleicht wegen der angespannten finanziellen Lage, wurden in der Gemeinde frühzeitig fortschrittliche Investitionen getätigt und über Holzverkäufe finanziert.

So erstrahlten in Goldbach 1891 die ersten Gaslaternen und bereits 1909 die ersten Straßen im elektrischen Licht, 1929 wurde mit der Nachbargemeinde Hösbach eine Leitung zur Wasserversorgung aus dem Spessart gebaut. 1936 – 38 entstand in Goldbach ein Schwimmbad, das in der damaligen Berichterstattung der Medien als das „schönste Bad Mainfrankens“ bezeichnet wurde.

Eine moderne Schule mit Lehrschwimmbecken und eine geräumige Dreifachsporthalle folgten in den 60er und 70er Jahren. Parallel hierzu vollzog sich auch der Strukturwandel in Goldbach in diesem Zeitraum. Zwar war Goldbach schon früh von Handel und Gewerbe beeinflusst, der gewerbliche Aufstieg begann aber erst richtig zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wobei der Autobahn A3, die seit Ende der 50er Jahre unsere Region und auch Goldbach durchzieht, sicher ein nicht unerheblicher Anteil zuzurechnen ist.

Hauptgeschäftszweige waren bis in die 80er Jahre die Textilindustrie und die Daubenfertigung der „Faßholz“, später Goldbach GmbH mit der Produktion von Hohlraumböden und Büromöbel. Über 3.000 Arbeitsplätze waren bis in die 90er Jahre in Goldbach registriert, zeitweise mehr als 1/3 davon in den Textilfabriken, die teilweise als Zulieferer und teils als weltweit erfolgreiche Herren- und Damenausstatter am Markt waren.

In diese Zeit fiel auch die Erhebung zum „Markt Goldbach“ am 26.05.1995 durch den Freistaat Bayern.

Mit dieser Auszeichnung würdigte das Staatsministerium des Inneren die Leistungen der Kommune auf dem Gebiet der öffentlichen Daseinsvorsorge, welche dem Bedürfnis einer modernen Gesellschaft gerecht wird. Diese moderne Gesellschaft war zugleich geprägt von immer kurzfristigeren Trendwechseln, die sich unerbittlich auch auf die Produktionsbetriebe auswirkten. Selbst die Kleiderfabrik Desch, eine der ersten Kleiderfabriken Deutschlands, und die erste, die Herrenkonfektion in Serie produzierte sowie auch die Goldbach GmbH haben schon wenige Jahre nach dem Jahr 2000 Insolvenz angemeldet.

Diesen zweiten Wirtschaftswandel hat von den ursprünglichen großen Arbeitgebern alleine die weltweit agierende Damenkleiderfabrik Basler, die seit 1966 in Goldbach ansässig ist, bislang erfolgreich gemeistert.

Goldbach sah sich dadurch innerhalb eines kurzen Zeitraums neuen Herausforderungen gegenüber. Die Zahl der Arbeitsplätze in Goldbach sank im Jahr 2005 mit rd. 2.100 auf einen Tiefpunkt. Durch den ungebremsten Zuzug mit Neuausweisungen von Wohnbaugebieten in den 60er bis 90er Jahren waren die Flächen für mögliche neue Gewerbegebiete für die Ansiedlung neuer zukunftsträchtiger Betriebe knapp.

Stillgelegte Produktionsstätten wurden inzwischen für Handel und Dienstleistungen umgenutzt, teilweise warten sie noch auf eine entsprechende Entwicklung. Hier liegt die Herausforderung der nächsten Jahre, um dem Markt Goldbach wieder verloren gegangene Wirtschaftsstärke zurückzugeben. Erste Erfolge durch Um- bzw. Neuansiedlungen in neu ausgewiesenen Gewerbeflächen haben sich bereits eingestellt, wodurch sich auch die Zahl der Arbeitsplätze inzwischen auf rund 2.400 erhöht hat und der Kaufkraftabfluss neutralisiert worden ist. Weiterhin konnte insbesondere die Stärkung des Handels und des Dienstleistungssektors erreicht werden. Einen wichtigen Beitrag hierzu lieferte sicherlich der seit dem Jahr 2002 jährlich am 03. Oktober veranstaltete Herbstmarkt des örtlichen Gewerbeverbandes. Ein weiterer Faktor ist die seit 2004 begonnene Umgestaltung des Ortes.

Mit dem Bau der Ortsumgehung wurde nach deren Fertigstellung 2001 eine Last von fast 10.000 Fahrzeugen täglich aus der Ortsdurchfahrt genommen. Nun war der Weg frei für eine Neugestaltung der Hauptachse „Aschaffenburger Straße“, die seit Fertigstellung im Jahr 2008 zu neuem Leben erwacht ist.

Eine neue wirtschaftliche Achse bildet die im Februar 2016 fertiggestellte zusätzliche Verbindungsstraße zwischen Aschaffenburg und Goldbach „An der Lache“, wo das Gartencenter „Löwer“ und ein Teilbetrieb der „Kalkwerke“ neu neben dem bisher schon hier ansässigen Müllentsorgungs- und Recyclingbetrieb „Werner“ angesiedelt worden sind.

Ein zusätzlicher Entwicklungsschub für den Ort ergibt sich aus der in 2008 erfolgten Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau West“, mit dem einerseits ein Ortskern mit vielen Begegnungs- und Nutzungsmöglichkeiten geschaffen und andererseits der demographischen Entwicklung Rechnung getragen wird.

Ein wichtiger Standortfaktor für eine florierende Wirtschaft sind stabile und positive gesellschaftliche Strukturen, worauf in Goldbach besonders geachtet wird: ein aktives lebendiges Vereinswesen, dessen gesellschaftlicher Beitrag auch über entsprechende freiwillige Förderungen der Kommune anerkannt wird, eine seit fast zwanzig Jahren bestehende Nachbarschaftshilfe, das lokale Bündnis für Familien, eine Feuerwehr, die sich über den Brandschutz hinaus im Ort einbringt und zahlreiche weitere ehrenamtlich engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Über unser neues Mehrgenerationenhaus „LebensWert“ begleiten wir die ehrenamtlich Tätigen aktiv mit und haben der Entwicklung unserer sozialen Struktur im Hinblick auf den demographischen Wandel einen wichtigen Baustein hinzugefügt.

Mit dem Gleichklang von zufriedenen Unternehmern, zufriedenen Arbeitnehmern und zufriedenen Bürgern besteht auch für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Zuversicht.


014 - DSC_6378 Wanderwegeleitsystemim Goldbacher Wald

Sport und Kultur haben im Markt Goldbach einen hohen Stellenwert, haben sie doch deutliche Auswirkung auf die körperliche und geistige Fitness unserer Gesellschaft.
Entsprechend hoch sind die gemeindlichen Investitionen und Förderungen (jährlich über 150.000,- €) für die kulturtragenden und Sportvereine.

Das Sportgeschehen konzentriert sich fast ausschließlich auf vier Ortsbereiche, das Sportgelände am „Dormes“ einer Erhebung, zu deren Füßen sich das gemeindliche Waldschwimmbad befindet und im unteren Hangbereich der gemeindliche Kunstrasen- und Rasenplatz. Mit dem angrenzenden Sportgelände des örtlichen Fußballvereins ergibt sich durch die Hanglage sogar die Möglichkeit, Turniere auf drei Spielfeldern gleichzeitig abzuwickeln. Hangaufwärts haben weiterhin die Kegler, die Schützen, der Tennisclub, der Motorsportclub und der Schäferhundeverein ihr Domizil.

Der zweite Sportbereich umfasst die beieinander gelegenen gemeindlichen Sport- und Schulsporthallen.

In der Sporthalle hatten die Ringer des AC Bavaria Goldbach in den achtziger und neunziger Jahren mit acht deutschen Meistertiteln ihre Glanzzeit.

Einen regelrechten Sportpark hat sich der TV Goldbach auf einem vom Markt Goldbach gepachteten Gelände mit einer Sporthalle und einer Außensportanlage geschaffen, die auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

Im Ortsteil Unterafferbach liegt der zweite gemeindliche Kunstrasenplatz, an den sich das Sportgelände des Fußballclubs mit Rasenplatz und kleiner Trainingshalle sowie repräsentativem Vereinsheim anschließen.

Für kulturelle Zwecke stehen die Sporthalle mit Akustikverkleidungen, die Sporthallengaststätte und die Pfarrheime der Pfarreiengemeinschaft zur Verfügung.
Mit dem „Tonwerk“ wurde aus einer ehemaligen Produktionsstätte über die Städtebauförderung ein Domizil für die „Goldbacher Musikanten“, den Spielmannszug des TV Goldbach, die Band „Lucille´s Lumbago“ und den Geschichts- und Heimatverein geschaffen.

Stolz sind wir auf unsere überörtlich bekannten beiden Laien-Theatergruppen „Guck emol“ und „Tollhaus-Theater“ sowie die professionelle „Kulturwerkstatt“ im Ortsteil Unterafferbach.
Auf eine teilweise 150-jährige erfolgreiche Geschichte können unsere beiden Gesangvereine „Harmonie“ und „Sängerkranz“ zurückblicken.


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Neben der bereits erwähnten reizvollen Landschaft, sowie dem Sport- und Kulturangebot genießen Goldbachs Bürgerinnen und Bürger ein angenehmes Lebensumfeld.

In der wirtschaftsstarken Region Bayerischer Untermain mit dem angrenzenden Rhein-Main-Gebiet bieten die verschiedenen Branchen zahlreiche Arbeitsplätze, so dass die Arbeitslosenquote aktuell rund 3,0 % beträgt (Stand Juni 2016).

Für die Bildung unserer Jugend stehen in Aschaffenburg und in benachbarten Orten des Landkreises mehrere Gymnasien und Realschulen, FOS und BOS, sowie eine private Wirtschaftsschule zur Verfügung. Die Hochschule in Aschaffenburg, gegründet 1995 und bis 2007 Fachhochschule, expandiert kräftig und ist auch für viele Goldbacher Studienort. Im Ort selbst besteht noch eine dreizügige Grundschule und eine Mittelschule in einem Schulverbund mit vier weiteren Kooperationspartnern.

Für die Betreuung unserer Kleinkinder stehen seit 2005 eine Kinderkrippe, ein kommunaler und vier kirchliche Kindergärten zur Verfügung. Die Grundschulkinder werden in der offenen Ganztagsgrundschule bzw. in den Horteinrichtungen der Kindergärten betreut. An der örtlichen Mittelschule besteht bereits ebenfalls eine offene Ganztagsschule. Das Jugendhaus im Mehrgenerationenhaus „LebensWert“ mit seinen Öffnungszeiten bis 20.00 Uhr ist ein beliebter Treffpunkt der Jugendlichen in der Freizeit. Für die Bemühungen im Jugend- bzw. Familienbereich konnten bereits mehrere Auszeichnungen entgegengenommen werden.
Allen gesellschaftlichen Gruppierungen steht das „LebensWert“ als offener Treff oder für Veranstaltungen zur Verfügung.

Um auch weiterhin eine intakte Umwelt bewahren zu können, wurden und werden zusätzliche Anstrengungen im Umweltschutz unternommen. Die Kinderkrippe wurde in ökologischer Holzbauweise erstellt, die Sporthalle im Jahr 2009 energetisch saniert. Im Waldschwimmbad konnte durch eine Solaranlage der Gasverbrauch zur Wassererwärmung um rd. 60 % gesenkt werden. Zwei Brennstoffzellen produzieren Strom. Derzeit steht die Grundschule zur energetischen Sanierung an. Das alte Volksschulgebäude ist 2011/12 grundlegend saniert worden und beherbergt neben Wohnungen auch die Vorschüler der Dr. Albert-Liebmann-Schule, eine Sprachförderschule der Caritas-Schulen gGmbH.

Zur Forcierung einer verstärkten Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs wird seit einigen Jahren die Busfahrt innerhalb des Ortes und in Kooperation mit der Nachbargemeinde Hösbach, auch zwischen dem Markt Hösbach und dem Markt Goldbach zu einem Preis von 1,- € für Erwachsene und 0,50 € für Kinder subventioniert.

Aus dem Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept der Region Bayerischer Untermain und der beschlossenen Energiewende ergeben sich weitere Herausforderungen für die Kommune und ihre Bürger, vor allem zur Einsparung von Energie, da diese eingesparte Energie erst gar nicht erzeugt werden muss.

Auch der demographische Wandel macht vor dem Markt Goldbach nicht Halt. Selbst wenn durch den Zuzug junger Familien die Bevölkerungsstatistik optisch besser erscheint, pflegen wir bereits seit längerem in Kooperation mit den Pfarreien eine aktive Seniorenpolitik. Den infrastrukturellen Bedürfnissen der älteren Generation werden wir beispielsweise mit barrierefreien Bewegungsräumen und Zugängen zu öffentlichen Einrichtungen gerecht.

Es stehen uns also im Markt Goldbach noch weitere Jahre einer tiefgreifenden Umgestaltung bevor, die uns jedoch fit für die weitere Zukunft machen wird. Mit einem fortschrittlichen Marktgemeinderat, einem jungen und motivierten Team im Rathaus, sowie einer Bevölkerung, die unsere bisherigen Veränderungen positiv begleitet hat, werden wir die anstehenden Herausforderungen meistern.