125 Jahre Kindergarten St. Nikolaus und St. Johannisverein

Im Jahre 1892 wurde in der Marienstraße der damals als Kinderbewahranstalt bezeichnete Kindergarten eingerichtet. Gleichzeitig wurde als Trägerverein der bisherige Vorgängerverein mit neuer Satzung zum St. Johannis-Zweigverein umbenannt.
Die Entstehungsgeschichte des heutigen Johannisvereins zeigt wieder einmal ganz deutlich, wie wichtig es ist, weitblickend zu agieren und sich auch nicht von seiner Überzeugung abbringen zu lassen.
Sah die Gemeinde 1890 noch kein Bedürfnis für eine „Kinderbewahranstalt“, so war sie zur Eröffnung 1892 doch schon mit 110 Goldbacher und 20 Hösbacher Kindern belegt.
Die Betreuung der Kinder erfolgte durch Ordensschwestern, die im Laufe der Zeit auch eine Krankenversorgung übernahmen und 1932 eine Nähschule eröffneten.
Durch die steigende Kinderzahl wurde 1932 das Gebäude durch einen Anbau erweitert.
Dennoch musste 1962 zur Verringerung der Überbelegung das Aufnahmealter der Kinder von zwei auf zweieinhalb Jahren heraufgesetzt werden!
Mit der Auflösung der Nähschule 1968 und dem Abzug der Ordensschwestern 1972 war Hauptzweck des Vereins die Trägerschaft des Kindergartens, der 1991 durch eine „Filiale“, dem Kindergarten „Nikolaus II“, in der alten Schule erweitert wurde.
Mit dem erheblichen Rückgang der Kinderzahlen wurden diese beiden Gruppen aufgelöst, dafür wurde das Hauptgebäude 2010/11 um eine Gruppe ausgebaut und saniert.
Durch den zunehmenden Bedarf an Schulkindbetreuung wurden vorübergehend auch Hortkinder betreut.
Aufgrund der seit 2015 plötzlich um  ein Drittel (!) gestiegenen Geburtenzahlen erfolgt aktuell eine Anpassung des Betreuungskonzepts an den gestiegenen Bedarf.
Die Kooperation mit allen kirchlichen Kindergärten und der Kindergärten untereinander funktioniert insgesamt vorbildlich und es besteht im ganzen Ort eine optimal abgestimmte Handlungsweise zur Kinderbetreuung.
Statt Konkurrenz unter den verschiedenen Einrichtungen gibt es Vielfalt an Betreuungskonzepten und ein einheitliches Gebühren- und Zuschusssystem in Abstimmung mit dem Markt Goldbach.
Schließlich haben Kirche und Kommune viele überschneidende Bereiche bei der Erfüllung ihres Zieles: das Wohl der Menschen.

Allen Verantwortungsträgern der Vergangenheit sage ich ein herzliches Dankeschön für die bisherige fruchtbare Zusammenarbeit.
Für die Zukunft wünsche ich der Vorstandschaft des St. Johannisvereins weiterhin dieses am Allgemeinwohl und am Nächsten orientierte weitblickende Handeln, viel Erfolg und Gottes Segen.


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